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Nierenscreening

Das Nieren-Screening ist ein sehr umfangreiches Untersuchungspaket, bestehend aus Cholesterin, Cystatin c, Harnstoff, Phosphat, Natrium, Kalium, Kalzium, Gesamteiweiß (Elektrophorese) und den Parametern des kleinen Blutbildes:

Leukozyten, eine Zählung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (alle Typen: B-Lymphozyten und T-Lymphozyten, Monozyten, Granulozyten (Neutrophile, Basophile und Eosinophile).

Erythrozyten, eine Zählung der Anzahl der roten Blutkörperchen (einschließlich Retikulozyten, (unreife Erythrozyten)).

Hb (Hämoglobin), eine Messung des Hämoglobinspiegels (die Menge des sauerstoffhaltigen Proteins) des Blutes.

Ht (Hämatokrit), die Messung des Volumens der roten Blutkörperchen im Blut.

MCV (Mean Corpuscular Volume), die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen. Ein zu hoher MCV-Wert tritt bei Anämie aufgrund eines Vitamin B12-Mangels auf. Ein zu niedriger MCV-Wert tritt bei Anämie aufgrund eines Eisenmangels auf.

MCH (Mean Corpuscular Hemoglobin), die Berechnung der Menge des sauerstofftragenden Hämoglobins in den roten Blutkörperchen.

MCHC (Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration), die Berechnung der Hämoglobinkonzentration in den roten Blutkörperchen.

Thrombozyten, wobei die Anzahl der Thrombozyten gezählt wird. Thrombozyten spielen eine wichtige Rolle bei der Gerinnung durch Adhäsion.

Cholesterin ist ein wichtiger Rohstoff für die Produktion von Hormonen und den Aufbau von Geweben und Organen. Ein kleiner Teil des gesamten Cholesterins findet sich im Blut in Form von Fettpartikeln, so genannten Lipoproteinen. Es gibt zwei Arten von Lipoproteinen: High-Density-Lipoproteine und Low-Density-Lipoproteine, HDL und LDL.

Cystatin C ist ein Maß für die Nierenerkrankung. Bei einem intrinsischen akuten Nierenschaden ist Cystatin C deutlich höher als bei einem prrenalen akuten Nierenschaden. Je schwerer der Nierenschaden, desto höher die Konzentration.

Harnstoff ist ein Abfallprodukt des Eiweißstoffwechsels in der Leber. Leicht erhöhte Werte im Blutserum können auf übermäßigen Proteinverbrauch, Dehydrierung, Nierenschäden oder Herzprobleme hinweisen. Stark erhöhte Werte weisen auf ein mögliches Nierenversagen hin. Verringerte Harnstoffwerte können auf ein Problem der Leberfunktion hinweisen, das zu einem Eiweißabbau oder einer eiweißarmen Ernährung führt.
In diesem Fall sind spezifische Tests zur Untersuchung der Leberfunktion erforderlich (z. B. ALAT, ASAT, alkalische Phosphatase).

Phosphat wird für das Energiemanagement, die Muskel- und Nervenfunktion und für die Knochenproduktion benötigt. Phosphat spielt auch eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des richtigen Säuregrades (pH) des Blutes. Das Hormon PTH und Vitamin D halten den Phosphat- und Kalziumspiegel aufrecht. Ein zu hoher Phosphatgehalt kann zu Organschäden führen, da das Phosphat ausfallen kann.

Natrium im Blut wird hauptsächlich zur Beurteilung von Dehydrierung und Problemen mit dem Flüssigkeitshaushalt bestimmt. Die Nieren spielen eine wichtige Rolle für den Flüssigkeitshaushalt, weshalb Natrium im Nierenfunktionstest oft zusammen mit Kalium bestimmt wird.

Kalium spielt zusammen mit Natrium u.a. eine wichtige Rolle für den Feuchtigkeitshaushalt und die pH-Regulierung des Körpers. Ein abweichender Kaliumwert kann gefährlich sein, da er zu Schock, Atembeschwerden oder Herzrhythmusstörungen führen kann.

Kalzium wird wie Phosphat durch das Nebenschilddrüsenhormon Parathormon (PTH) und Vitamin D reguliert. Wenn der Kalziumspiegel zu niedrig zu werden droht, steigt die Produktion von PTH und setzt Kalzium aus den Knochen frei. Die Nieren produzieren dann mehr Vitamin D, so dass Kalzium im Darm besser resorbiert wird. Wenn der Kalziumspiegel im Blut zu hoch zu werden droht, wird die Produktion von PTH reduziert, was zu einem Gleichgewicht zwischen der Produktion und dem Bedarf an Kalzium im Blut führt.

Die Gesamtproteinmenge wird durch Proteinelektrophorese bestimmt, um die verschiedenen Proteine im Blutserum zu messen, und gibt ein Bild von bestimmten Krankheiten, Mängeln oder Entzündungsreaktionen.

Falls gewünscht, kann der NAG-Parameter optional in den Test einbezogen werden:
NAG (N-Acetyl-β-D-Glucosaminidase) im Urin ist ein Parameter für Nierenschäden.

 

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