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hs-CRP, Hochempfindliches CRP oder C-Reaktives Protein (CRP)

Das C-reaktive Protein, kurz CRP, ist ein in der Leber produziertes Plasmaprotein und gehört zu den so genannten Akutphasenproteinen.
Neben der üblichen CRP-Bestimmung ist mit dem hsCRP (high sensitive CRP) auch eine ultrasensitive CRP-Bestimmung auf den Markt gekommen, mit der geringgradige Entzündungsreaktionen nachgewiesen werden können.


CRP ist ein Bestandteil des Immunsystems und löst humorale und zelluläre Abwehrmechanismen aus. Es ist eines der Opsonine, die das Komplementsystem aktivieren. CRP bindet an Phosphorcholin, einen wesentlichen Bestandteil der Phospholipide von Zellmembranen. Dadurch kann sich CRP an Bakterien und Membranbestandteile, die Körperzellen zerstört haben, binden. Das gebundene CRP aktiviert das Komplementsystem und wird von Makrophagen mit CRP-Rezeptoren erkannt.


Früher wurde die (Blut-)Sedimentation (Erythrozytensedimentationsrate oder BSE) zum Nachweis einer Entzündung verwendet. Zu Beginn eines Krankheitsprozesses kann es jedoch mehrere Tage dauern, bis BSE zunimmt. Das CRP ist bereits innerhalb von sechs bis acht Stunden nach Beginn der Entzündung erhöht. Auch BSE nimmt nach dem Aussterben eines Krankheitsprozesses viel langsamer ab als das CRP. Dies macht CRP diagnostisch viel stärker als die traditionelle BSE.