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Adrenaler Stressindex

Indikation: Bestimmung der Cortisol- und DHEA-Spiegel sowie der Reaktion und des Grads der Anpassung an Stress.

Bei diesem Test werden die Hormone Cortisol und DHEA im Speichel gemessen. Beide Hormone werden von der Nebennierenrinde produziert.

Cortisol hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Organe im Körper: Es wirkt entzündungshemmend, hält den Blutzuckerspiegel, den Blutdruck und die Muskelkraft auf einem normalen Niveau und hilft, den Salz- und Feuchtigkeitshaushalt zu erhalten. Wenn der Körper unter Stress steht, wird die Kortisolproduktion erhöht. Da für DHEA teilweise die gleichen Grundstoffe verwendet werden, ist die DHEA-Produktion reduziert.

DHEA beeinflusst den Geisteszustand, das Immunsystem, den Blutkreislauf, den Blutzucker, den Knochenstoffwechsel, die Sexualfunktion und die körperliche Kraft. Es schützt das Nervensystem und verbessert die kognitiven Funktionen und das Gedächtnis.

Veränderungen der üblichen Cortisolspiegel zeigen die Reaktion auf Stress an. Veränderungen im DHEA-Spiegel zeigen den Grad der Anpassung an Stress an. Cortisol und DHEA müssen im Verhältnis zueinander vorhanden sein, weshalb auch das Cortisol/DHEA-Verhältnis bestimmt wird.

In gebundener Form sind die Hormone inaktiv. Für die Bestimmung spezifischer hormoneller Aktivitäten ist es daher wichtig, die Konzentration freier Hormone zu bestimmen. Etwa 95 bis 99% der Nebennierenrindenhormone im Blut sind an Proteine gebunden, z.B. CBG (Kortikosteroid-bindendes Globulin), SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) und Albumin. Im Speichel hingegen beträgt sie nur 1-5%.