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Transferrin

Ein Transportprotein für Eisen, aber auch für Zink. Transferrin wird in der Leber produziert und kann als Maß für die Gesamtmenge an Eisen im Körper genommen werden.

Transferrin ist die aus Blut gewonnene Komponente, die in den Magen-Darm-Trakt austreten und bei gastrointestinalen Blutungskrankheiten über den Stuhl ausgeschieden werden kann. Transferrin ist im Stuhl stabil und ein guter Marker, um Blutverlust aus dem hohen und niedrigen Gastrointestinaltrakt (Magen-Darm-Blutungen) anzuzeigen. Bei gastrointestinalen Blutungen kann der Stuhl eine Kombination aus Hämoglobin, intaktem Häm und hämolöslichen Porphyrinen enthalten, abhängig von der Lokalisation der Blutung, der Höhe des Blutverlustes und der Zeit, die der Stuhl für den Transport durch den Magen-Darm-Trakt benötigt hat. Mit immunchemischen Tests kann intaktes oder fast intaktes menschliches Hämoglobin nachgewiesen werden. Dies ist eine spezifische Technik zum Nachweis von Blutverlust im unteren Darm, da das Blut von dort bei der Ausscheidung weniger aufgelöst wird. Hämoglobin ist im Stuhl instabil, was zu einem falschen negativen Ergebnis führen kann. Der Nachweis von Transferrin, das stabiler als Hämoglobin ist, bietet eine alternative Möglichkeit zur Diagnose des oberen Gastrointestinaltrakts.

Die Werte sind bei erhöhtem Eisenbedarf oder Eisenmangel, aber auch bei Leberschäden oder während der Schwangerschaft erhöht. Erhöhte Transferrin-Werte werden z.B. auch bei der erblichen Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose beobachtet.

Erhöhter Wert

Dies kann auf Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt aufgrund von Entzündungen, Geschwüren, Polypen oder Infektionen hinweisen.

Niedriger Wert

Ein verringerter Transferrinspiegel kann auch auf eine proteinarme Ernährung oder eine Funktionsstörung der Leber hinweisen.

Sinnvolle Zusatzdiagnose:
-Vorbeugende Untersuchung von Dickdarmpolypen
-PMN-Elastase
-Helicobacter pylori