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Albumin

Quantitativ das wichtigste Eiweißmolekül im Blutplasma. Es reguliert das Blutvolumen und fungiert als Transportprotein u.a. für bestimmte Hormone. Normalerweise wird Albumin kaum durch die Nieren ausgeschieden und ist nur in Spuren im Urin nachweisbar. Bei einer chronischen Entzündung niedrigen Grades, die mit einer oxidativen Schädigung des Gefäßendothels (Gefäßinnenschicht) einhergeht, nimmt der Austritt geringer Mengen Albumin in den Urin (Mikroalbuminurie) allmählich zu. Dies kommt häufiger bei Menschen mit metabolischem Syndrom, Diabetes und Bluthochdruck vor und ist mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Da es in einer gesunden Situation nicht aus den Blutkapillaren austreten kann, spielt es eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung eines angemessenen osmotischen Drucks in den Blutgefäßen. Ein verminderter Albuminspiegel kann auf eine chronische Entzündung, Nierenschädigung, Leberzirrhose oder Malabsorption hinweisen.

Interpretation der Untersuchungsergebnisse

Erhöhter Wert
Dies kann auf eine Entzündungsreaktion hinweisen, kann aber auch durch Infektionen oder Dehydration verursacht werden. Tumoren können auch Albumin erhöhen.

Reduzierter Wert
Ein verringerter Albuminwert kann auf (chronische) Entzündungen, Schock, Nierenschäden, Lebererkrankungen wie Zirrhose oder Unterernährung (möglicherweise aufgrund von Malabsorption) hinweisen. Aufgrund der Fehlfunktion des Darms kann der Körper Proteine ‚Äč‚Äčnicht richtig aufnehmen und verdauen. Dies tritt beispielsweise bei Morbus Crohn oder Soor (Entzündung infolge einer Pilzinfektion) auf. Albumin ist auch niedrig, wenn aufgrund einer Darmerkrankung große Mengen an Protein im Stuhl verloren gehen.